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    U18-Wahl: So würden die jungen Aachener:innen wählen

    Mehr als 4000 Kinder und Jugendliche haben in der Städteregion Aachen letzte Woche an der U18-Wahl teilgenommen. Neun Tage vor der Bundestagswahl wurden die Stimmen ausgezählt. Das sind die Ergebnisse.

    Die jungen Aachener:innen haben gewählt. Denn mit den letzten Umfragen vor der Bundestagswahl am 26.09. geht auch die U18-Wahl zu Ende. Deutschlandweit konnte in tausenden Wahllokalen die symbolische Stimme abgegeben werden, dieses Jahr zum ersten Mal auch in der gesamten Städteregion. Am Freitag um 18 Uhr wurden die Stimmen ausgezählt und in Alsdorf bekannt gegeben.

    Das Gesamtergebnis der Städteregion

    Ergebnisse der U18-Wahl in der Städteregion

    Dem deutschlandweiten Trend entsprechend hat die SPD in der Städteregion die U18-Wahl gewonnen. Gerade bei den jüngeren Leuten hatte die Partei zuletzt oft sehr schlecht abgeschnitten, konnte hier mit 27,1% aber sogar etwas besser abschneiden als in manchen Prognosen zur Bundestagswahl. Bei Wahlen von Jugendlichen wenig erstaunlich befinden sich auf dem Treppchen auch die GRÜNEN. Mit 21,7% liegen sie zwar hinter der SPD, haben aber einen Vorsprung zur CDU, die mit 17,5% nur auf Platz 3 landet. Darauf folgen FDP (13,7%) und DIE LINKE (5,4%). Die AfD käme nicht über die 5% Hürde, andere Parteien bekamen sogar mehr als 11% aller Stimmen.

    Das Ergebnis in der Stadt Aachen

    Grün. Das würde das Ergebnis in Aachen schon zu großen Teilen zusammenfassen: Mit 48,2% bräuchten die Grünen nicht mal einen Koalitionspartner, um die Regierung anzuführen. Auf Platz 2 und 3 schaffen es SPD (14%) und FDP (10,4%). Ebenfalls im Bundestag vertreten wären die LINKE (9,2%) und CDU (6.7%). 11,5% der Stimmen gehen an andere Parteien.

    Alle Ergebnisse der Kommunen im Überblick

    Nicht ganz so extrem aber dennoch eindeutig sehen die Ergebnisse in Roetgen aus. Auch hier haben die Grünen mehr als 40%, die CDU kann mit knapp 30% aber deutlich mehr Stimmen einfahren.

    In Monschau schafft es die CDU mit ähnlichen Werten sogar auf Platz eins, dicht gefolgt von der SPD mit etwas mehr als 25%. Auch in Herzogenrath gab es ein spannendes Rennen, hier konnten die Grünen sich jedoch leicht von der SPD absetzen (beide gut 25%).

    In den restlichen Orten Simmerath, Würselen, Baesweiler, Stolberg, Eschweiler und Alsdorf konnte jeweils die SPD die meisten Wähler:innen überzeugen. Die Liberalen schaffen es in allen Kommunen über die 5% Hürde, die AfD hingegen konnte kaum junge Wähler:innen der Städteregion überzeugen und dümpelt so überall unter den entscheidenden 5%. DIE LINKE scheitern in Roetgen, Simmerath, Würselen und Baesweiler.

    Die Ergebnisse bundesweit

    Mehr als 250.000 Leute nahmen an den diesjährigen U18-Wahlen statt. Anders als in der Städteregion gewinnen die Grünen die Wahlen insgesamt mit 21,1%, gefolgt von der SPD mit 19,3% und der CDU/CSU mit 16,9%. Ebenfalls ins Parlament einziehen würden FDP (12,0%), DIE LINKE (7,5%), AfD (5,8%) und die Tierschutzpartei (5,7%). Mit 11,8% wurden auch bundesweit äußerst viele Kleinstparteien, die nicht über die 5% Hürde kommen, gewählt.

    Der Hintergrund

    Die U18-Wahl wird seit 2013 von dem Bundesjugendring veranstaltet. Sie werden immer eine Woche vor den offiziellen Wahlen von Montag bis Freitag ausgetragen. Die Koordinationsstelle Jugendpartizipation organisiert die Wahlen in der Städteregion, wobei die einzelnen Wahllokale von Freiwilligen angemeldet und geleitet werden.

    Ziel ist es, junge Leute für Politik zu begeistern und die öffentliche Aufmerksamkeit auch den Meinungen der noch Nicht-Wahlberechtigten zu widmen. Außerdem machen sich die Organisator:innen für die Herabsetzung des Wahlalters stark.

    Johannes Schick
    Fing Mitte 2020 bei dem Vorgänger von Au Huur!Magazin mit seiner journalistischen Tätigkeit an und beobachtet seitdem Aktivismus und Bauprojekte im Großraum Aachen.

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